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| ![]() „Die Kirche muss Japans Kampf gegen die demografische Krise anführen“6. März 2025 in Prolife, 3 Lesermeinungen Katholischer Journalist fordert mit Blick auf die kirchliche Situation in Japan: Die Kirche „muss sich an Pro-Life-Kampagnen beteiligen und Elternschaft und Familienleben normalisieren“. Tokio (kath.net/pl) „Die Kirche in Japan steht an einem Scheideweg. In einem Land, das mit seiner alternden Bevölkerung und sinkenden Geburtenraten einer demografischen Krise gegenübersteht, hat die Kirche mit ihrem unerschütterlichen Engagement für die Heiligkeit des Lebens Mühe, etwas zu bewirken.“ Darauf macht Cristian Martini Grimaldi in einem Gastkommentar für die große asiatisch-katholische Nachrichtenagentur UCA-News aufmerksam. Grimaldi lebt inzwischen in Tokio und hatte bereits über zehn Jahre für den vatikanischen „Osservatore Romano“ gearbeitet. Weiterhin veröffentlicht er in großen italienischen Zeitungen und Radios, seine Bücher über Japan wurden in mehrere Sprachen übersetzt, er gilt als anerkannter Experte für Japan. Die Stimme der Christen bleibe in einem Land, in welchem sie weniger als ein Prozent der Bevölkerung stellen, naturgemäß schwach, so Grimaldi. Dennoch bleibe die „tiefe moralische Verpflichtung“, „sich für das Leben einzusetzen“. Grimaldi erläutert, dass die Dringlichkeit dieser Verpflichtung „durch klare Statistiken unterstrichen“ werde. Denn „Japans Geburtenrate erreichte 2024 einen Rekordtiefstand von 1,26, weit unter dem Reproduktionsniveau von 2,1, wobei in diesem Jahr nur rund 750.000 Babys geboren wurden“. Ebenso seien die Heiratsraten „bereits stark gesunken: 2021 heirateten nur 504.000 Paare, ein starker Rückgang gegenüber den Vorjahren“. Des weiteren bleibe „die Häufigkeit von induzierten Abtreibungen ein erhebliches Problem. Studien zeigen, dass finanzielle Instabilität (24,3 Prozent), fehlende Ehe (24,3 Prozent) und Sorgen um Karriere oder Ausbildung (8,6 Prozent) zu den Hauptgründen gehören, warum Frauen sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden.“ Grimaldi folgert, dass „diese systemischen Barrieren“ „nicht nur Änderungen der Regierungspolitik“ erfordern, „sondern auch eine radikale Reaktion der Kirche selbst“. Denn die Krise habe sich verschärft „trotz zahlreicher staatlicher Interventionen“. „Finanzielle Anreize wie die dürftigen Geburtenzuschüsse und Steuervorteile für Familien konnten die steigenden Kosten der Kindererziehung nicht ausgleichen.“ Außerdem halte „die begrenzte Verfügbarkeit erschwinglicher Kinderbetreuungsdienste … Frauen weiterhin davon ab, Arbeit und Mutterschaft unter einen Hut zu bringen, und zwingt viele dazu, die Elternschaft aufzuschieben oder ganz darauf zu verzichten“. Auch bleibe „die Arbeitskultur … starr, mit langen Arbeitszeiten und gesellschaftlichen Erwartungen, die es beiden Eltern fast unmöglich machen, ihre Verantwortung aufzuteilen“. Selbst „Maßnahmen zur Verlängerung des Elternurlaubs blieben aufgrund des Widerstands der Unternehmen und des Stigmas, das mit der Inanspruchnahme eines längeren Elternurlaubs verbunden ist, erfolglos“. Obendrein hat die Wohnungsbaupolitik „junge Paare nicht ausreichend unterstützt, und die Lebenshaltungskosten in den Städten sind nach wie vor unerschwinglich hoch“. Der Japankenner diagnostiziert: „Diese gescheiterten Maßnahmen haben zu einer Gesellschaft beigetragen, in der Ehe und Geburt zunehmend als finanzielle und persönliche Belastungen und nicht als natürliche und erfüllende Lebensabschnitte angesehen werden.“ Deshalb fordert er dazu auf, dass die Kirche „konkrete Maßnahmen ergreifen“ müsse. Zb. „die Einrichtung von Schwangerschaftsberatungsstellen, die Bereitstellung finanzieller und materieller Hilfe und die Förderung von Adoptionsdiensten“ wertet er als „entscheidende Maßnahmen“. Außerdem fühlten sich „junge Frauen, die ungewollt schwanger werden, … oft isoliert und haben keine emotionale oder soziale Unterstützung. Hier kann die Kirche einspringen und Mentorenprogramme anbieten, die sie mit erfahrenen Familien zusammenbringen, die ihnen Rat und Ermutigung geben können“. Dabei müsse Mitgefühl „Vorrang vor Urteilen haben und zeigen, dass die Entscheidung für das Leben keine unüberwindbare Last ist, sondern ein Weg, der unterstützt und aufrechterhalten werden kann“. Außerdem gibt er den Impuls, dass die Kirche „sich auch für die Familien einsetzen und mit politischen Entscheidungsträgern, religiösen Organisationen und sogar säkularen Gruppen zusammenarbeiten“ müsse, „um familienfreundliche Maßnahmen zu fördern“. Denn „eine Kultur des Lebens kann nicht allein auf moralischen Lehren aufgebaut werden – sie erfordert systemische Veränderungen“. Grimaldi ermutigt zu „stärkerem Schutz am Arbeitsplatz für schwangere Frauen, verlängertem Elternurlaub, finanziellen Anreize für junge Familien und flexiblen Bildungsoptionen für junge Mütter“. Die Kirche solle sich „aktiv an familienfreundlichen Kampagnen beteiligen, junge Elternschaft normalisieren und positive Geschichten über das Familienleben präsentieren“. Dennoch stehe die Kirche angesichts „dieser moralischen Imperative … vor erheblichen Hindernissen. Ihre begrenzte Präsenz in Japan schränkt ihren Einfluss ein, und kulturelle Normen, die soziale Harmonie priorisieren, erschweren es, in der Öffentlichkeit eine starke Haltung zu kontroversen Themen einzunehmen“. Fakt sei, dass „viele Kirchen mit minimalen Mitteln und Personal arbeiten, was ihre Fähigkeit, großangelegte Maßnahmen zu ergreifen, weiter einschränkt. Darüber hinaus wird das Christentum oft als ausländischer Einfluss und nicht als integraler Bestandteil der japanischen Gesellschaft wahrgenommen, was es schwieriger macht, den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen“. Dennoch könne als dies „nicht als Entschuldigung dienen. Die Kirche hat die Pflicht, zu reagieren, sich über diese Beschränkungen zu erheben und zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung zu werden“. Grimaldi schreibt in UCA-News abschließend: Indem die Kirche „Taten statt Rhetorik, Zusammenarbeit statt Isolation und Mitgefühl statt Verurteilung bevorzugt“, könne sie „ihre Rolle als Verteidigerin des Lebens bekräftigen. Sie muss zeigen, dass die Geburt eines Kindes kein Opfer ist, das man fürchten muss, sondern ein Geschenk, das man schätzen sollte“.
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